Angst um Arbeitsplätze: Die Galeria Karstadt Kaufhof Fusion erreicht Hamburg

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Die Fusionswelle des „Galeria Karstadt Kaufhof“-Konzerns trifft die Hansestadt: Im Zuge des Zusammenschlusses soll Personal abgebaut, Gehälter eingespart und neue Arbeitsweisen integriert werden. 

Bis Ende des Jahres sollen 30 Mitarbeiter Kaufhof verlassen, berichtet das „Abendblatt“. Besonders betroffen seien die Häuser in der Mönckebergstraße und im Alstertal-Einkaufszentrum. „Die Verunsicherung ist groß, die Stimmung nicht gut“, sagt Michael Zuther, Betriebsratschef des Hauses in Poppenbüttel gegenüber dem „Abendblatt“.

Nicht nur die Angst vor dem Jobverlust ist allgegenwärtig, sondern auch die Gedanken an die Folgen der drohenden Lohneinbußen. Bis Juli waren bereits 1000 Vollzeitstellen der 93 Kaufhof-Filialen weggefallen. Die Kaufhof-Zentrale in Köln wurde in die Ex-Karstadt-Zentrale nach Essen verlegt. Auch drei Logistikstandorte sollen geschlossen werden, heißt es.

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Höhere Abfindung, wenn Hamburger Mitarbeiter freiwillig gehen

Betriebsbedingte Kündigungen habe es nicht gegeben, so Michael Zuther. Verluste gab es aber trotzdem: Viele Mitarbeiter hätten sich für den ausgehandelten Sozialplan entschieden. Dieser bot höhere Abfindungen, für diejenigen, die freiwillig und schnell gehen.

Bei Kaufhof läuft derzeit derselbe Prozess wie vor drei Jahren bei Karstadt. Bundesweit baute der Konzern etwa 2000 Stellen ab und die Mitarbeiter mussten deutliche Lohneinbußen hinnehmen.

Galeria Kartsadt Kaufhof: Lohnangleichungen der Mitarbeiter sind geplant

Auch bei Karstadt damals neu eingeführte Arbeitsstrukturen werden auf die Kaufhof Filialen übertragen. Die Angst vor Niedriglöhnen steigt. Aktuell bekommen Kaufhof-Mitarbeiter deutlich mehr Lohn als ihre Kollegen von Karstadt. Nach „Abendblatt“-Informationen ist eine Tarifsenkung um sieben Prozent bei den Kaufhof-Mitarbeitern geplant und eine dreiprozentige Erhöhung bei den Karstadt-Mitarbeitern.

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