Kölner Haie müssen vorerst auf Stürmer Marcel Müller verzichten

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Die Zeit rast wieder einmal im Galopp. Noch ist Sommer, doch in nur einem Monat wird in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) schon wieder offiziell vor die Pucks gedroschen. Auf dem Weg zum Saisonstart am 13. September gegen die Iserlohn Roosters bestreiten die Kölner Haie ab Donnerstag ihre ersten Probepartien mit der Mannschaft der Spielzeit 2019/20. Erster Gegner des KEC beim Testturnier, dem sogenannten Köln Cup im Trainingszentrum Kölnarena 2, ist am Donnerstag (19.30 Uhr) der Schweizer Erstligist SCL Tigers Langnau.

Und wie sieht es aus beim KEC, der elf Spieler abgegeben und sechs Neue unter Vertrag genommen hat – plus Trainer Mike Stewart? „Es läuft gut“, meint der aus Augsburg verpflichtete Kanadier, der mit den Haien Anfang August in die Vorbereitung gegangen ist. Krafttraining, Eis-Einheiten, Videostudium, Taktikschulungen – die Profis und Stewart haben schon viele Stunden miteinander verbracht. Zuletzt organisierte Stewart ein paar Trainingsspiele. Um zwei komplette Mannschaften zu bekommen, wurden Junghaie dazu geholt.

Beim Köln Cup kann Stewart auf alle Haie-Profis zählen, alle sind fit – bis auf einen. Stürmer Marcel Müller, Rekonvaleszent nach einer schweren Knieverletzung, wird in der Kölnarena 2 nicht mitmischen können, da er zuletzt wieder über Schmerzen im Knie klagte. „Ich setze ihn nur ein, wenn er 100prozentig fit ist“, sagt Stewart. Der 31-jährige Torjäger erlitt im April 2018 beim Einsatz für die Eishockey-Nationalmannschaft einen Knorpelschaden im Knie, seitdem hat er keine Partie mehr bestritten. Müllers Knorpelverletzung ist zwar verheilt, es kam jedoch eine Entzündung der Patellasehne hinzu. „Ich bin mir nicht sicher, ob er beim Saisonstart spielen kann“, meint Stewart.

Neun von elf Ausländerlizenzen sind vergeben

Falls Müller weitere Wochen oder gar Monate pausieren muss, bekommen die Haie ein echtes Problem. Sie haben den Angreifer trotz aller Unwägbarkeiten in sehr optimistischer Art fest in ihr neues Team eingeplant, von dem sie sich verbesserte Effizienz vor dem gegnerischen Tor versprechen. Denn hier haperte es 2018/2019. Sportdirektor Mark Mahon hatte es unlängst trotzdem ausgeschlossen, dass der KEC im Zweifelsfall einen Ersatz für Müller verpflichten könnte.

Einen ausländischen Spieler zu holen, wäre ohnehin problematisch, weil die Kölner bereits neun von elf möglichen Ausländerlizenzen vergeben haben. Da nur neun Importprofis pro DEL-Partie eingesetzt werden dürfen, müsste somit jeweils ein Ausländer zuschauen. Einen deutschen Stürmer zu finden, ist schwer, da die besten einheimischen Angreifer allesamt an Vereine gebunden sind.

Spiele gegen Langnau, Graz und Rögle

Aber was ist eigentlich mit Felix Schütz? Der 31-jährige Offensivmann, den die Haie im Frühjahr nach zwei Spielzeiten in Köln aussortierten, hält sich zurzeit in seiner bayerischen Heimat bei den Straubing Tigers fit, noch hat er keinen neuen Vertrag abgeschlossen. Obwohl Schütz in der vergangenen Saison nicht besonders gut spielte, kam er dennoch in 50 Partien auf 34 Punkte (15 Tore, 19 Vorlagen). Eine Rückholaktion scheint für die Haie jedoch ausgeschlossen. Man gehe davon aus, dass Marcel Müller wieder fit werde, ließ Mahon lediglich wissen.

Beim Köln Cup wird man einen ersten Eindruck vom neun Haie-Sturm gewinnen können. Nach der Auftaktpartie gegen die Schweizer spielt der KEC am Samstag (16.30 Uhr) gegen die Graz 99ers, die vom ehemaligen Haie-Coach Doug Mason betreut werden. Am Sonntag (19.30 Uhr) treten die Kölner zum Abschluss gegen Rögle BK aus Schweden an, den Titelverteidiger beim Köln Cup.

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