Neue Mietwohnungen: Vermieter können Baukosten abschreiben

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Kann sich für Vermieter lohnen – bezahlbarer Wohnraum wird gefördert …

(Foto: picture alliance/dpa)

Vermieter, die Mietwohnungen schaffen, können für vier Jahre Sonderabschreibungen geltend machen. Dabei ist die Förderung von der Höhe der Miete abhängig. Worauf Investoren achten müssen.

Für neugebaute Wohnungen können Vermieter für begrenzte Zeit mehr Kosten abschreiben. Vier Jahre lang dürfen Eigentümer jeweils bis zu fünf Prozent steuerlich als Sonderabschreibung geltend machen. Dabei ist egal, ob das Haus gekauft wurde oder der Vermieter Bauherr war, wie die Lohnsteuerhilfe für Arbeitnehmer erklärt. 

Wichtig ist aber: Die geförderte Wohnung muss mindestens 10 Jahre lang zu Wohnzwecken vermietet werden. Wollen Eltern beispielsweise das Dachgeschoss für ihr Kind ausbauen, müssen sie aufpassen, so der Verein: Die Miete muss mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete betragen. Aber nicht nur der Bau neuer Gebäude, sondern auch der Ausbau bestehender Dachgeschosse zu neuen Wohneinheiten wird damit gefördert. Genauso wie die Umwidmung von Gewerbeflächen in neue Mietwohnungen. Für Ferienwohnungen sind die Sonderabschreibungen allerdings nicht möglich.

Vier Jahre Sonder-AfA zur linearen Neubau-AfA

Zudem soll nur bezahlbarer Wohnraum gefördert werden. Für Wohnraum, dessen Herstellungskosten beziehungsweise Anschaffungskosten 3000 Euro pro Quadratmeter übersteigen, sind die Sonderabschreibungen deshalb nicht zulässig. Pro Quadratmeter Wohnfläche dürfen außerdem maximal 2000 Euro geltend gemacht werden, erklärt der Lohnsteuerhilfeverein. Der Bauantrag muss vom 31. August 2018 bis 1. Januar 2022 gestellt werden beziehungsweise gestellt worden sein.

Die Sonderabschreibung dürfen Investoren zusätzlich zur linearen Abschreibung geltend machen. Bei dieser Abschreibung für Abnutzung (AfA) beträgt der Satz für ein nach 1924 fertiggestelltes Gebäude jährlich 2 Prozent der Baukosten, welche 50 Jahre lang veranschlagt wird. Insgesamt können Eigentümer seit der Gesetzesänderung in den ersten vier Jahren 28 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten abschreiben – statt wie zuvor acht Prozent.

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