Über 150 000 Zigarettenstummel gesammelt: Kampf gegen das Kippen-Schnippen

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Joachim Umbach von „Rhine Clean Up“ freute sich mit Wolfgang Rolshoven über 150 000 Kippen.

Foto:

Colja Schliewa

Düsseldorf –

Sie trafen sich um 10 Uhr am Carsch Haus und zogen gemeinsam in den Kippen-Krieg.  Ihre Beute: Unglaubliche 150.000  Zigarettenstummel.

Eigentlich sollte das ganze nur eine „Trainingseinheit“ für den großen „Rhine Clean Up“ am 14. September sein. Ziel: Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen in der Düsseldorfer Alt- und Innenstadt aufspüren und sammeln.

80 Freiwillige Helfer

Sorgen um zu wenig Freiwillige brauchten sich die Organisatoren keine machen. Die Operation stand zu keiner Zeit auf der Kippe:  Es trafen sich 80 fleißige Helfer (übrigens gleichermaßen Raucher, wie Nichtraucher) am Carsch Haus, ließen sich dort mit Zangen und Eimerchen ausstatten.

Rolshoven ging voran

Mit gutem Beispiel voran ging Düsseldorfer Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven. Für ihn als Raucher war es Ehrensache, mitzuhelfen. Trotzdem hatte er noch einen Rüffel für die Stadt parat: „Ich wünsche mir, dass man mehr Mülleimer aufstellt, an denen man seine Zigaretten ausdrücken kann.  Man muss immer danach suchen.“

Selbstgebaute Ausrüstung

Hans Hermann Schalück war für die Aktion extra aus Rheda Wiedenbrück gekommen.  Mit selbst gebautem Haken- und Staubsaugersystem, um auch die hartnäckigsten Stummel aus den Ritzen zu bekommen.  Kein Wunder, dass er als  „Kippenbuster“  ausgestattet die meiste Beute machte.

Die anderen konnten ihre Ausbeute allerdings auch sehen lassen. Zum Ende der Aktion um 13 Uhr trafen sich alle Teilnehmer wieder am Carsch Haus, kippten die Kippen gemeinsam in ein Mess-Gefäß. Ergebnis: Es passten gar nicht alle ins Glas. Es waren mehr  als 150.000 Stück.

Stummel werden zu Aschenbechern

Freute vor allem Mario Merella. Denn die gesammelten Stummel landeten keineswegs  auf der (Müll-)Kippe. Der Kölner recycelt den Zigarettenabfall zu transportablen Aschenbechern. „Das alles dient eigentlich nur dafür, die Menschen dafür aufmerksam zu machen, ihre Zigarettenstummel nicht einfach achtlos auf die Straße zu werfen. Die meisten wissen ja gar nicht, dass allein eine Kippe 40 Liter Grundwasser verseuchen kann.“

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